Konstantin Baum MW - meinelese

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Konstantin Baum MW - meinelese Wein - persönlich, unmittelbar, erlesen, unabhängig ... vom Master of Wine!

Konstantin ist in seinem Leben Tausende Kilometer gereist, stand bis zu den Knien im Rebsaft in Neuseeland, hat in Dublin mit Bono und The Edge über Bordeaux gefachsimpelt, im Rheingau Weinwirtschaft studiert, in London mit den teuersten Tropfen gehandelt und in Australien (fast) jedes Weingut abgeklappert. Seit 2015 ist Konstantin der jüngste deutsche Master of Wine aller Zeiten und damit einer von weltweit nur rund 340 Menschen, die sich zu diesem Kreis zählen dürfen. Der Master of Wine, oder einfach nur "MW", ist der Olymp für Weinexperten und weniger als 10% der Kandidaten schaffen es durch die harten Prüfungen. Um spannende Weine und die Geschichten rund um den Wein nach Deutschland zu bringen, gründete Konstantin 2014 meinelese. meinelese ist eine Herzensangelegenheit und wurde aus dem Wunsche heraus gegründet, Winzer und Weinkonsumenten näher zusammenzubringen. Sie als Leser sollen auf die Reise mitgenommen werden und erleben, wie Konstantin die Weine für Sie persönlich auswählt. Unmittelbar erhalten Sie Eindrücke von den Orten und den Menschen, die hinter den Weinen stecken und können diese besonderen Weine auch direkt auf meinelese bestellen. meinelese ist im privaten Besitz und wurde ganz ohne Venture Capital oder andere Großinvestoren gestartet. Außerdem wird so weit wie möglich auf den Einkauf über Großhändler verzichtet, um unabhängig zu bleiben und Ihnen ganz besondere Weine anbieten zu können. Vorrangiges Ziel ist es nicht, besonders profitable oder einfach erhältliche Produkte zu verkaufen, sondern für Sie besondere und spannende Weine mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis zu entdecken. Dafür macht sich Konstantin gerne wieder im Morgengrauen auf den Weg zum nächsten unentdeckten Winzer.

10/07/2026

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Dekantieren und Karaffieren? 🍷

Konstantin Baum - Master of W**e erklärt, warum beide Methoden zwar das Umfüllen eines Weins in eine Karaffe beinhalten, aber einem ganz unterschiedlichen Zweck dienen. Während beim Dekantieren das Depot sorgfältig vom Wein getrennt wird, geht es beim Karaffieren darum, dem Wein möglichst viel Sauerstoff zu geben. ✨

Erfahre im Video, wann welche Methode zum Einsatz kommt und warum sie den Weingenuss beeinflussen kann. 🍇

🎥 Video: Konstantin Baum MW - meinelese
🍷 Dekanter & Karaffe: Authentis Dekanter 1,0L & Highline Dekanter 0,75L

Durst auf Rosé Liebe Freunde,es ist Zeit. Die Sonne scheint zwar noch nicht mit voller Kraft, aber sie kommt regelmäßig ...
26/05/2021

Durst auf Rosé

Liebe Freunde,

es ist Zeit. Die Sonne scheint zwar noch nicht mit voller Kraft, aber sie kommt regelmäßig raus. Während die Bundesrepublik langsam Frühlingsgefühle bekommt, bekomme ich Durst auf Rosé. Meine Geschmacksknospen werden in der Regel nicht von den Jahreszeiten beeinflusst. Auch im Winter trinke ich gerne Weißwein und hole im Hochsommer meine kräftigen Rotweine aus dem Keller. Rosé kommt bei mir aber fast ausschließlich in den warmen Monaten ins Glas.

Die Auswahl an Roséweine ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Kaum ein Weingut macht heute nicht auch noch einen Rosé, um sein Angebot abzurunden. Ich suche aber eher nach den Klassikern in diesem Bereich. Die Provence hatte schon einen Namen für spannungsgeladene Roséweine, bevor die Weinwelt kollektiv durch die rosarote Brille blickte. Die guten Weine von der azurblauen Küste sind blassrosa und elegant, mit feinen Erdbeeraromen und feinen Himbeernoten.

Das trifft auch auf den Echappée Belle zu. Das Cuvée aus Cinsault, Syrah und Rolle ist frisch, verspielt und lebendig. Es ist kein Wein zum Studieren, sondern zum Genießen … im Idealfall auf der Terrasse, im Sonnenschein und mit einem Lächeln auf dem Gesicht.

2020 Mas de Cadenet L’Echappée Belle
Der L’Echappée Belle liegt lachsrot im Glas. Er duftet nach Erdbeeren, Himbeeren und Thymian. Am Gaumen ist er frisch und lebendig mit einem belebenden Abgang.

88/100 Punkten Konstantin Baum

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Silex Liebe Freunde,Stein und Wein sind ein wiederkehrendes Thema in meinem Leben. Ich mag es nicht, wenn der Einfluss v...
19/05/2021

Silex

Liebe Freunde,

Stein und Wein sind ein wiederkehrendes Thema in meinem Leben. Ich mag es nicht, wenn der Einfluss von Gesteinsbrocken auf den Wein überbewertet wird, aber mit der Einstellung schwimme ich aktuell gegen den Strom. Die Bodenart und die -zusammensetzung haben natürlich einen Einfluss auf den Geschmack und Geruch eines Weins. Der Einfluss ist aber indirekt und wird oft missverstanden. Der Begriff Mineralität hat sich in der Weinwelt breitgemacht, obwohl es keine wissenschaftlich belegte Erklärung gibt, wie „Steinaromen“ über die Rebwurzeln in die Trauben gelangen können.

Manchmal stehe aber auch ich im Weinberg und bewundere Steine. So ist es auch in dem mit Feuersteinen gesprenkelten Stück Land, von dem der heutige Wein kommt. Dieser Weinberg mitten im Vouvray am Fluss Loire bietet den Reben nicht viel. So müssen sie kämpfen, tief wurzeln und sich auf die Produktion von kleinen, aber aromatischen Chenin Blanc Trauben konzentrieren. Hier schreite ich nicht zwischen den Reben durch, sondern stolpere wie ein Tollpatsch über die kantigen Brocken.

Die harte Arbeit lohnt sich aber, und das weiß jeder von Euch, der den Silex bereits probiert hat. Der 2018er Jahrgang hat es wieder in sich. Er kombiniert die wilde Chenin Blanc Aromatik mit feinen Holzaromen. Das findet auch meine MW-Kollegin Rebecca Gibb, die für Vinous schreibt: “It may be round and silken but there's excellent tension and precision too.” Und den Wein unter die besten Vouvrays punktet - auf demselben Niveau wie die deutlich teureren Nachbarn.

2018 D'Orfeuilles Silex Vouvray
Der Silex bringt die Essenz von Chenin Blanc ins Glas. Aromen von Zitronenzeste und Bienenwachs, kombiniert mit Raucharomen. Am Gaumen ist er zugleich ausladend und präzise mit einem frischen, belebenden Abgang.

93/100 Punkten Konstantin Baum
94/100 Punkten Vinous

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Burgund 2019 Liebe Freunde,2019 war mal wieder kein normaler Jahrgang im Burgund. Nach einem milden Winter begann der Au...
12/05/2021

Burgund 2019

Liebe Freunde,

2019 war mal wieder kein normaler Jahrgang im Burgund. Nach einem milden Winter begann der Austrieb früher als gewohnt. Es folgte ein kühler und regenreicher April, der dafür sorgte, dass sich die Aktivität der Reben verlangsamte und so das errechnete Lesedatum ein paar Wochen in die Zukunft verschoben wurde. Der Sommer war außergewöhnlich warm, aber was ist schon noch „gewöhnlich“? Diese extremen Wetterbedingungen reduzierten Erträge in den Weinbergen und sorgte für kleine Beeren. Entscheidend ist aber nur das Endresultat, der Wein. Außergewöhnlich geschmeidig und intensiv sind die Pinot Noirs aus dem Burgund gelungen. Bemerkenswert ist dabei besonders die Tatsache, dass sie trotz des warmen Sommers sich eine Frische und lebendige Säure bewahrt haben. Wenn alles aufkonzentriert wird in den Beeren, dann eben auch die Säure.

So hatte ich dieses Jahr auch wieder ein Lächeln auf den Lippen, als ich die Weine der Domaine Monette verkostete. Natürlich war alles anders, denn ich stand nicht mit eingezogenem Kopf im Keller der alten Domaine mit den Besitzern, sondern saß an meinem Schreibtisch. Ich hatte aber Roelof und Marlon Ligtmans-Steine vor meinen Augen, als ich schnüffelte und gurgelte. Der Terroirs de Mellecey ist auch 2019 wieder sehr gut gelungen. Der Einstiegswein der Domaine kommt aus Lagen um das Dorf Mellecey. Die Reben sind 50 Jahre alt, die Erträge sehr niedrig und der Ausbau im Barrique unterscheidet sich nur unwesentlich von dem der teuersten Weine der Domaine. So ist der Wein ein ausgezeichneter Vorbote für das, was der 2019er Jahrgang hervorgebracht hat, und all das gibt es für kleines Geld.

2019 Monette Terroirs de Mellecey
Der Wein duftet nach reifen Kirschen, delikaten Erdbeeraromen und Zartbitterschokolade. Er füllt den Mund mit einer dichten, samtigen Textur. Der Abgang ist lang und erfrischend.

90/100 Punkten Konstantin Baum

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Glou-Glou Liebe Freunde,„C’est Glou-Glou“ sagte Julien Mus von der angesehenen Domaine de la Graveirette mit einem versc...
14/04/2021

Glou-Glou

Liebe Freunde,

„C’est Glou-Glou“ sagte Julien Mus von der angesehenen Domaine de la Graveirette mit einem verschmitzten Lächeln. Direkt übersetzt bedeutet diese Aussage so viel wie „Schluck Schluck“. Was er aber meint ist, dass der Wein unkompliziert ist und zum Trinken anregt. Darum passt es auch besonders gut, dass der lebendige Rotwein von der südlichen Rhône Ju de Vie heißt, lose übersetzt „Saft des Lebens“. Dieses Cuvée aus Grenache, Marselan, Merlot und Mourvedre wird etwas früher gelesen und dann im Betontank ausgebaut. Der Wein wird wie die anderen Weine des Gutes auch spontan vergoren und ist ebenfalls Bio-Zertifiziert. Man bekommt also für kleines Geld einen authentischen Südfranzosen voller Frucht und Kraft, mit dem man auf das Leben anstoßen kann und dann hört man nur noch Glou-Glou …

2019 Graveirette Julien Mus Ju de Vie
Der Wein duftet aromatisch nach Brombeeren, Pflaumen, Kräutern und etwas Lakritze. Am Gaumen zeigt er sich lebendig und intensiv mit schmelziger Struktur und einem erfrischenden Abgang.

89/100 Punkte Konstantin Baum

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Provokateur Liebe Freunde,vor den Fenstern der Villa Kellermann ging langsam die Sonne unter und tauchte den prächtigen ...
24/03/2021

Provokateur

Liebe Freunde,

vor den Fenstern der Villa Kellermann ging langsam die Sonne unter und tauchte den prächtigen Salon in ein schummriges Licht. Das neue Restaurant von Günther Jauch war erst vor ein paar Tagen fertiggestellt worden und glänzte in seiner farbenreichen Pracht. Das alles war aber in diesem Moment egal, denn wir diskutierten über Wein und die Stimmung war hitzig.

Es ging um einen Rieslingsekt, der es ins Finale des FOCUS Weinwettbewerbs geschafft hatte. Um die Tafel saß die Weinelite Deutschlands, bestehend aus Sommeliers, Journalisten, Winzern und meiner Wenigkeit, und wir konnten uns nicht einigen, wie wir diesen blind verkosteten Schaumwein einstufen sollten. Alle waren sich einig, dass er zwar ausgezeichnet, aber untypisch war. Um genau zu sein; dieser RIESLINGsekt war rosé… Darf man so etwas überhaupt?!

Nach einigem hin und her sagte ich: „Wir sind hier, um Qualität zu bewerten. Andere sollen die Rechtslage bewerten. Ich sage, er ist ausgezeichnet und verdient es, im Finale zu stehen.“ Der rosé Rieslingsekt schaffte es auf den vierten Platz vor unzähligen eingereichten und teilweise deutlich teureren Sekten, und als ich bei der Veröffentlichung der Ergebnisse den Namen des Weins las, musste ich lächeln: „Provokateur, das passt!“

Der Sekt ist eine neue Kreation des Euch vielleicht noch bekannten Weinguts Bibo Runge. Dem Rieslingsekt wird nach dem Degorgieren ein Schuss Pinot Noir in der Dosage zugegeben. So verfärbt er sich lachsrot und bekommt eine noch komplexere Aromatik. Das ist absolut legal und orientiert sich grob an Verfahren aus der Ch*****ne. Der Wein ist vielschichtig, reichhaltig und spannend, und er ist auf jeden Fall ein Provokateur …

Bibo Runge Provokateur
Der Provokateur liegt lachsrot im Glas. Der Schaumwein duftet nach reifen Kirschen, Honig und Weinbergpfirsichen. Am Gaumen ist er saftig und lebendig mit einer frischen Säure und einem feinen Mousse.

90/100 Punkte Konstantin Baum

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Spitzen Dolcetto Liebe Freunde,im kleinen Ort Dogliani am Fuße der Alpen gibt es ein kleines Weingut. Dieses Weingut wur...
24/02/2021

Spitzen Dolcetto

Liebe Freunde,

im kleinen Ort Dogliani am Fuße der Alpen gibt es ein kleines Weingut. Dieses Weingut wurde vor 109 Jahren gegründet, als der junge Guiseppe den großen Schritt wagte und einen Weinberg kaufte. Hart war damals die Arbeit in den lehmigen Weinbergen, aber er wollte den Namen Chionetti in der Region bekannt machen, und dafür arbeitete er gerne viel.

Guiseppes Enkel Quinto wird auch heute noch verehrt in der Region, weil er das Weingut erst in Italien und dann in der ganzen Welt berühmt machte. Zusammen mit seinem Sohn Andrea unterteilte er die Weinberge von Chionetti in drei unterschiedliche Crus und experimentierte, um die beste Qualität aus der Rebsorte Dolcetto herauszukitzeln.

Quintos Enkel Nicola ist heute der Leiter des Weinguts und Quinto ist vor ein paar Jahren mit 91 Jahren gestorben. Was macht man, wenn ein Weingut so eine bewegte Geschichte hinter sich hat? Man macht weiter! Nicola experimentiert an seinen Weinen, um auch in Zukunft einen der besten Dolcettos der Welt zu produzieren.

Als eine DER Spitzenlagen für Dolcetto hat sich ´die Südostlage Briccolero herausgestellt. Antonio Galloni von Vinous schrieb über den Briccolero: „The 2018 offers terrific depth in a style that nicely balances unctuous fruit and mid-weight structure. This is such a pretty wine.“ Finde ich auch! Und wenn sich einer von Euch fragt, wie die Spitze der Dolcetto Qualitätspyramide schmeckt, dann werdet Ihr hier fündig.

2018 Chionetti Briccolero Dolcetto Dogliani
Der Wein ist tiefgründig und komplex mit Aromen von Schwarzkirsche, Brombeere, Zigarrenkiste und Lakritz. Er zeigt sich reichhaltig und intensiv am Gaumen mit reifen Tanninen und einem sehr langen Abgang.

92/100 Punkte Konstantin Baum
92/100 Punkte Vinous


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